Mit Herz und Leidenschaft zum 5. Sieg in Folge
Im Topspiel der Liga gastierte die SG Ober-/Unterhausen am Wochenende bei der HSG Stuttgart-Metzingen. Die Voraussetzungen versprachen Hochspannung – und das Spiel hielt dieses Versprechen über 60 Minuten.
Der Tabellenführer aus dem Echaztal startete nervös in die Partie. Die SG stand defensiv zwar einigermaßen stabil, ließ aber im Angriff massenhaft Chancen liegen.
Allein in den ersten 30 Minuten blieben mehrere freie Würfe ungenutzt, wodurch es der HSG gelang, sich phasenweise leicht abzusetzen. Folgerichtig lagen die SG-Mädels zur Halbzeit mit 9:13 zurück – ein Ergebnis, das gemessen am Chancenplus eigentlich hätte anders aussehen müssen.
Nach dem Seitenwechsel trat Ober-/Unterhausen deutlich entschlossener auf. Das Angriffsspiel wurde dynamischer, die Abwehr arbeitete kompakter, und auch im Tempospiel setzten die Gäste nun klarere Akzente. Die SG drückte der Partie von Minute zu Minute mehr und mehr spürbar ihren Stempel auf.
In der 43. Minute fiel der Ausgleich zum 19:19 – ein Schlüsselmoment. Von da an wirkte die SG noch wacher und zielstrebiger, während Stuttgart-Metzingen immer stärker unter Druck geriet.
Die Begegnung entwickelte sich nun zu einem echten Schlagabtausch, bei dem sich zwar keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte, die Gäste das Spiel jedoch zunehmend kontrollierten.
Die Schlussminuten hatten dann alles, was ein Topspiel ausmacht. Die Gastgeber legten auf 23:21 (48.) vor – Miri Wild und Alina Rall konterten auf 23:23 (50.). Dem HSG-Treffer zum 24:23 ließ Nici Huber postwendend das 24:24 (51.) folgen.
Nach einer SG-Auszeit dann wiederum ein Hausener Doppelschlag zum 24:26 (54.). 49 Sekunden vor dem Ende gelang den Gastgeberinnen der Anschlusstreffer und ging direkt danach in die offene Manndeckung – und die SG schenkte die Harzmurmel her, so dass die HSG zwei Sekunden vor Feierabend frei zum Abschluss kam – jedoch ihren Meister in SG-Keeperin Anika Sepp fand.
„Wir waren in der zweiten Halbzeit die aktivere Mannschaft und hatten in der hektischen Crunchtime insgesamt die besseren Nerven, aber auch die nötige Portion Spielglück – das wir uns aber auch durch viele wichtige Defensivaktionen verdient hatten“, so eine überglückliche Fiona Schilling unmittelbar nach dem umjubelten Auswärtssieg.
Mit nun 14:2 Punkten übernimmt die SG Ober-/Unterhausen die alleinige Tabellenführung und setzt so ein weiteres starkes Ausrufezeichen.
Der Erfolg bei der HSG Stuttgart-Metzingen ist ohne Zweifel ein Meilenstein in der laufenden Saison – nicht nur wegen der Tabellenkonstellation, sondern auch wegen der mentalen Stärke, die das Team im Spitzenspiel bewiesen hat.


