Glanzloser Pflichtsieg​

TSG Reutlingen – SG Ober-/Unterhausen    28:35 (9:17)

Erneut ging es für die Jungs der männlichen A-Jugend in eine fremde Halle, auch dieses Mal nicht zum eigentlichen Spieltermin, da Reutlingen und deren Veranstaltungsorte – leider die eigentliche Handballhalle – durch einen populären Politiker belegt wurden.

Das Spiel gegen den Tabellenführer aus Owen-Lenningen gab in der aktuellen Personalsituation Rückenwind, der, gegen den unangenehmen Gegner aus Reutlingen, unbedingt genutzt und mitgenommen werden sollte.

In der Oskar-Kalbfell-Halle griff man nicht wie geliebt und gewohnt zur Harzdose, denn die Spielstätte in Reutlingen ist harzfrei – zum Unmut der SG. Vielleicht war es ein Faktor – oder ein gefundener Sündenbock – warum man in den ersten Minuten nicht den technisch sauberen Handball spielte, den man von sich selbst erwartete und kannte. Fehlende Genauigkeit war federführend, weshalb keine Mannschaft sich absetzten konnte und Reutlingen nach zwölf Minuten den Anschluss (4:5) hielt.

In der Folge steigerte sich die Abwehrleistung; konsequenteres verschieben, klare Absprachen und einige Torwartparaden verhalfen zum Zwischenspurt und die Jungs konnten sich immer komfortabler absetzen. Auch eigene Unterzahlsituationen konnten clever ausgespielt werden und so ging es über die Stationen 5:12, 7:15 und 9:17 in die Halbzeitpause.

Die ersten vierzehn Minuten im zweiten Durchgang zeigten weiterhin eine dominante und abgezockte Lichtensteiner Mannschaft. Der Start in Halbzeit zwei konnte man mit der stabilen Defensive – die in der Halbzeit klar angesprochen und gelobt wurde – haushoch, mit 3:13 auf den Zwischenstand 12:30, für sich entscheiden, da die erste Welle kaum zu bremsen war.

Wie aus dem Nichts schlich sich ein Bruch ins überlegene Spiel der SG ein. Die Dominanz war verflogen. Chancen über Chancen wurden ausgelassen, die Abwehr machte einen Schritt weniger als wie zuvor den Schritt mehr und der temporeiche Angriff, mit flüssigen Spielauflösungen, verpuffte abrupt.

Der gemeint komfortable Vorsprung erwies sich als Siegesgarantie, da die letzten sechszehn Minuten des Spiels mit 5:15 Toren an die Heimmannschaft verloren ging.

Sichtlich geknickt bedankte man sich bei den Zuschauern auf den Rängen, da das Spiel unmissverständlich deutlicher gewonnen werden musste!

Die folgende Ansprache des Trainerteams war deutlich genug, um es in den zwei ausstehenden Aufgaben, gegen Engstingen und Vaihingen, besser zu machen, dass ein gebührender Abschluss, am Ende der schönen Jugendzeit, gefeiert werden darf.

Nächste Woche freuen wir uns ungemein auf die Mutter aller Derbys in der Ernst-Braun-Halle. Der TV Großengstingen ist zu Gast in Lichtenstein und es gilt auch das vierte der vier Derbys in der Bezirksoberliga für uns zu entscheiden.

Vielen Dank an die Eltern und aktiven Spieler, die den Weg nach Reutlingen gefunden haben und uns klatschend unterstützt haben.

Es spielten: Schwaner (10), Gekeler (2), Herrmann (5), Koch (8), Hummel (T), Reudelsterz (1), Saur (3), Geltsch (1), Omar (2), Hermeth (3)