Hausener Mädels mit Nervenstärke zum Auswärtssieg – 24:23 in Wolfschlugen
Wolfschlugen. Die weibliche B-Jugend der SG Ober-/Unterhausen hat sich beim TSV Wolfschlugen in einem wahren Handballkrimi mit 24:23 durchgesetzt. Der knappe Sieg war das Ergebnis einer beeindruckenden Moral, einer bärenstarken Abwehrleistung und einer geschlossenen Teamperformance.
Verschlafener Start – starker Charakter
Der Beginn der Partie ließ zunächst nichts Gutes erahnen: Die SG verschlief die Anfangsphase komplett und lag bereits nach wenigen Minuten mit 0:4 zurück. Erst in der 6. Spielminute gelang das erste eigene Tor – ein dringend benötigter Weckruf. In der Folge kämpften sich die Hausenerinnen mit einem 4:0-Lauf eindrucksvoll zurück ins Spiel. Die Belohnung: Ein sicher verwandelter 7-Meter kurz vor der Pause brachte die 10:9-Führung zur Halbzeit.
Abwehrbollwerk und Offensivpower nach der Pause
Aus der Kabine kam die SG wie verwandelt. Mit einer knallharten, aggressiven Abwehr, an der sich die TSV-Wölfinnen ein ums andere Mal die Zähne ausbissen, und einer deutlich verbesserten Wurfeffizienz legten die Gäste den Grundstein für den späteren Erfolg. Das Trainerteam um die ehemalige Drittliga-Trainerin Miriam Massong fand kaum noch Lösungen gegen die kompakte Defensive der SG.
Wie entfesselt spielten sich die Mädels von unterm Schloss einen 7-Tore-Vorsprung zum 21:14 heraus. „So hätte es von Anfang an aussehen können“, kommentierte Coach Nicole Huber mit einem Augenzwinkern den furiosen Start in die zweite Hälfte.
Spannung bis zur letzten Sekunde
Doch das Spiel war noch nicht entschieden. Eine doppelte Unterzahl der SG in der Schlussphase brachte Wolfschlugen zurück ins Spiel. Die Gastgeberinnen warfen in der Crunchtime alles nach vorne und starteten eine beeindruckende Aufholjagd. Angriffswelle um Angriffswelle rollte auf das Tor der SG zu – doch der Ausgleich sollte nicht mehr gelingen.
„Wir haben heute mit einer starken Teamleistung das Spiel gedreht und uns auch durch den wackeligen Beginn und die Aufholjagd der Wolfschlugenerinnen nicht aus der Ruhe bringen lassen“, resümierte Rückraumspielerin Nayaz Omar nach dem Spiel.
Es spielten: Sarah Martiniz-Sophia Kienle, Hannah Will, Eva Smoljakow, Svea Groh, Dora Eck, Neele Brockel, Elina Zwickl, Fanni Klarmann, Nayaz Omar, Maisie Hanker


