Weibl. C-Jugend, Regionalliga
SG Ober-/Unterhausen vs. SG TG Altdorf/DJK Ettenheim**
Das vierte Auswärtsspiel der Saison führte die SG-Mädels nicht nur zur längsten Fahrt, sondern auch zu einer echten Nervenprobe. Nach dem starken Auftritt gegen Steißlingen war die Vorfreude groß – man wollte unbedingt den nächsten Schritt machen. Der Gegner war bekannt, die Vorbereitung lief gut, die Stimmung im Team war positiv. Doch am Ende sollte es ein Spiel voller Emotionen werden.
Schon die ersten zehn Minuten trafen die SG wie ein Schlag: Die kompakte 6:0-Abwehr der Gastgeberinnen wirkte wie eine Wand, an der die eigenen Angriffsversuche immer wieder abprallten. Altdorf/Ettenheim startete mit einer unglaublichen Energie, getragen vom lautstarken Heimpublikum – und unsere Mädels wurden in dieser Anfangsphase regelrecht überrollt.
Die frühe Auszeit war überfällig. Nach einer kurzen Sammlung kämpfte sich die SG eindrucksvoll zurück und verkürzte auf 5:7. Doch als der Gegner nach seiner eigenen Auszeit plötzlich eine unserer Spielerinnen in Manndeckung nahm, begann der Rhythmus erneut zu wackeln. Die Unsicherheit war spürbar, der Rückstand wuchs schnell auf 6:11 an.
Aber was diese Mannschaft auszeichnet, ist Herz. Und das zeigten die Mädels in den letzten vier Minuten der ersten Halbzeit eindrucksvoll. Mit Willen, Tempo und Mut kämpften sie sich bis auf 10:12 heran und gingen mit einem greifbaren Hoffnungsschimmer in die Pause.
In der Kabine war die Vorgabe klar: fokussierter, geplanter, mutiger agieren – genau so, wie es im Training eingeübt wurde. Doch auch nach der Pause brauchte das Team ein paar Minuten, um wieder in die Spur zu finden. Die nächste Auszeit wurde genommen – und sie wirkte wie ein Schalter.
Plötzlich war die Mannschaft wach, präsent, mit voller Leidenschaft auf dem Feld. Jede Spielerin kämpfte für die andere, die Abwehr stand kompakter, und vorne lief der Ball entschlossener. Tor um Tor holten sie auf, bis es 18:19 stand – und dann sogar die viel umjubelte 21:20-Führung gelang. Die Bank sprang auf, die Stimmung kochte. Ein Moment, der zeigte, was diese Mannschaft leisten kann.
Doch das Spiel blieb dramatisch. Altdorf/Ettenheim kämpfte unermüdlich weiter. Und in den entscheidenden letzten fünf Minuten kam alles zusammen: drei bittere Fehlwürfe, die sonst reingehen – und mehrere Schiedsrichterentscheidungen, die aus Sicht der SG kaum nachvollziehbar waren und das Team sichtbar aus dem Rhythmus brachten.
Als der Schlusspfiff ertönte, war die Enttäuschung groß. Bei Spielerinnen und Trainern gleichermaßen. Der Sieg lag erneut so nah – greifbar, verdient, möglich. Und doch blieb er verwehrt. Endstand 26:28
Aber eines wurde an diesem Tag mehr als deutlich: Diese Mannschaft besitzt Herz, Kampfgeist und die Fähigkeit, Spiele zu drehen. Genau darauf lässt sich aufbauen.
Am kommenden Sonntag steht die nächste Heimpartie an:
Sonntag 23.11.2025 um 27 Uhr gegen die HSG Ettlingen.
Für die SG waren im Einsatz:
Annika Kunert, Adrijana Dokic, Jara Tupella, Emily Grimm, Lilly Pautsch, Alina Zhabeli, Ceylin Tamcan, Ina Häbe, Sarah Christoph, Marie Schmälzle, Romy Pautsch,


